Sagt die Empanada zum Alten: „Cofler ist die ultimative Abkühlung – für’n Arsch“.

Wobei wir endlich bei der Esskultur wären: Ich glaube, dass in Argentinien sämtliche Leidenschaft dem Essen gegenüber auf dem Weg zwischen Fußball und Tango auf der Strecke geblieben ist. Lediglich das Fleisch wird seinen Vorschusslorbeeren gerecht. Der Argentinier versteht sich aufs Grillen. Der Begriff Minutensteak ist hier beileibe nicht zu Hause. Vielmehr wird das Grillen regelrecht zelebriert, allein für das Befeuern der “parilla” (Grill) lässt man sich hier gut und gerne eine Stunde Zeit. Man muss das so verstehen: Das Stück Fleisch schmilzt sich förmlich vom Grill in den Mund, ein Fest, bei dem die Geschmacksnerven zum Tango bitten! Das Fleischessen im „Silberland“ ist wahrlich ein Highlight, jedoch sucht man vergeblich nach weiteren kulinarischen Leckerbissen. Auf dem Mittagstisch findet man zumeist Pizza, Schnitzel, Pommes, Hotdogs oder Burger – allesamt Cholesterin-Treiber ohne dabei geschmacklich zu überzeugen. Dann greift man für zwischendurch doch schon lieber zur sogenannten Empanada (eine gefüllte Teigtasche), ein köstlicher Klassiker in allen südamerikanischen Ländern.

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