Der ehemalige argentinische Präsident Néstor Kirchner ist gestern gestorben. Der Ehemann der amtierenden Staatschefin war einer der mächtigsten Politiker des Landes – und aussichtsreicher Anwärter auf das Präsidentenamt bei der Wahl im kommenden Jahr.

Doch was sich gestern Abend auf der Plaza de Mayo (Platz der Mai-Revolution) vor der Casa Rosada im Zentrum der Millionenmetropole abspielte, glich mehr einer Demonstration, als einer Trauerkundgebung. Familien mit Kindern, Alten, Studenten und Arbeiter schrien patriotische Parolen und auf hunderte von Banner standen tröstende Worte wie: „Kirchner ist nicht gestorben, er Lebt weiter in den Herzen der Menschen“.

In den demokratisch regierten Ländern Südamerikas, wo fast alles von den handelnden Personen und nur wenig von den eher schwachen Institutionen abhängt, kann der Ausfall eines mächtigen Führers ein politisches Erdbeben auslösen.



Add Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*